Alter, Alterssicherung, Rentenversicherung

Kontrovers: Zukunft der Rente!?


In der sozialpolitischen Diskussion steht das Thema Rente häufig weit oben auf der Agenda. Das gilt auch für die gegenwärtigen Debatten. Schließlich herrscht in Politik und Wissenschaft weitgehende Einigkeit darüber, dass es unter den gegebenen Bedingungen des Alterssicherungssystems immer schwieriger wird, Altersarmut lückenlos zu vermeiden und ein gutes Leben im Ruhestand zu finanzieren. Die Folgen der drastischen Rentenreformen aus den 2000er Jahren im Allgemeinen und des Umbaus der Gesetzlichen Rentenversicherung im Besonderen werden immer deutlicher.

In der Armutsforschung hat das Thema Altersarmut daher seit einigen Jahren Hochkonjunktur. Neben regelmäßigen Bestandsanalysen wird diskutiert, wie sich die Altersarmut weiter entwickeln wird bzw. vermeiden lässt. Das ruft auch die Politik auf den Plan. Schließlich führt es zu einem enormen Vertrauensverlust, wenn Arbeitnehmer*innen auch nach langjährigen Beitragszeiten lediglich eine Rente erhalten, die nicht oder nur ganz knapp oberhalb der Armutsgrenze liegt. Unter dem Stichwort die "Lebensleistung" honorieren zu wollen, steht aus diesem Grund auch in der aktuellen Legislaturperiode die Frage im Zentrum, wie, für wen und unter welchen Bedingungen sich eine Mindestleistung in der gesetzlichen Rentenversicherung realisieren lässt. Aktuell wird die - ausgesprochen kontrovers diskutierte - Einführung einer Grundrente voran getrieben.

Allerdings reicht es nicht aus, die Zukunftsfragen des Alterssicherungssystems allein auf die Armutsvermeidung zu fokussieren. Die Versorgungslage in der Gesetzlichen Rentenversicherung wird durch die Höhe und Entwicklung des Rentenniveaus ausgedrückt. Es zeigt an, dass sich die Leistungshöhe der gesetzliche Rente im (freien) Fall befindet. Verschiedene Haltelinien sollen diese Entwicklung zwischenzeitlich stoppen, ohne dabei jedoch die grundlegenden Mechanismen zu ändern, die zum sinkenden Rentenniveau führen. Wie, so die drängende sozialpolitische Frage, lässt sich auch das einstige Ziel der Lebensstandardsicherung wieder erreichen?

Weitere Impulse zur Zukunftfestigkeit der Renten erhofft sich die Bundesregierung von der Rentenkommission "Verlässlicher Generationenvertrag". Das bereits im Rahmen der Koalitionsverhandlungen geplante Gremium soll sich laut Koalitionsvertrag "mit den Herausforderungen der nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der gesetzlichen Rente und der beiden weiteren Rentensäulen ab dem Jahr 2025" beschäftigen. Ihren Bericht soll die Kommission bis März 2020 liefern. Der internen Anordnung, die laufenden Beratungen der Kommission nicht nach außen dringen zu lassen, sind die Mitglieder des Gremiums bislang weitestgehend nachgekommen. Es bleibt daher abzuwarten, ob und inwiefern der Abschlussbericht neue und vor allem nachhaltige Impulse liefern wird. 

 


I. Altersarmut: Befunde und Diagnosen

2019

2018

2017

2016

2015

Für weitere Dokumente und Analysen siehe Archiv.


II. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

2020

2019

2018

2017

2016


III. Vermeidung und Bekämpfung von Altersarmut: Grundrente, Mindestrente oder...?

2020

2019

2018

2017

2016

Für weitere Dokumente und Analysen siehe Archiv.


IV. Rentenniveau und Lebensstandardsicherung

2020

2019

2018

2017

2016

2015

Für weitere Dokumente und Analysen siehe Archiv.


V. Rentenkommission "Verlässlicher Generationenvertrag"

Bericht der Kommission "Verlässlicher Generationenvertrag" Band I: Empfehlungen (27.03.2020)

Bericht der Kommission "Verlässlicher Generationenvertrag" Band II: Materialien (27.03.2020)

Kurzfassung Abschlussbericht der Kommission "Verlässlicher Generationenvetrag"

Stellungnahmen zum Abschlussbericht:

Weitere Veröffentlichungen zur Kommission "Verlässlicher Generationenvertrag":

2020

2018