Wenn die Alterssicherungskommission Ende Juni ihren Bericht vorlegt, wird sie gemäß ihres Auftrags auch Vorschläge für ein Gesamtversorgungsniveau* machen. Das Gesamtversorgungsniveau soll so bemessen sein, dass es auch kleinen und mittleren Einkommen eine Lebensstandardsicherung im Alter ermöglicht - und damit mehr ist als die bloße Existenzsicherung. Aber wie viel Einkommen beziehen die Menschen im Alter? Wie hoch sind die Rentenansprüche, die im Arbeitsleben an die gesetzliche und betriebliche Rentenversicherung erworben wurde? Und wie viel privat angespartes Alterseinkommen kommt hinzu?
Die Daten zeigen die enorme Spannbreite der Alterseinkünfte in Deutschland: 36 % aller westdeutschen Ehepaare, die im Jahr 2023 älter als 65 Jahre alt waren, hatten nach eigenen Angaben 4.000 Euro und mehr monatlich zur Verfügung. Aber 41 % aller westdeutschen alleinstehenden Frauen mussten mit weniger als 1.500 Euro im Monat auskommen. In Ostdeutschland konzentrieren sich die Haushaltseinkommen von Älteren überwiegend auf den mittleren Einkommensbereich zwischen 1.750 Euro und 2.500 Euro.
Es ist zu erwarten, dass die Kommission ihre Reformvorschläge vor dem Hintergrund dieser Befunde formulieren wird.
*Das Gesamtversorgungsniveau im Alter beschreibt alle Alterseinkünfte aus der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Vorsorge im Verhältnis zum vorherigen Nettoeinkommen und ist damit eine Kennzahl für den Lebensstandard im Ruhestand.
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