Der Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit liegt derzeit auf der Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung. Dies hat seine Berechtigung, denn die strukturellen Schieflagen sind hinlänglich bekannt und erfordern zukunftsfeste, solidarische Lösungen. Das gleiche gilt aber auch für die Absicherung gegen das soziale Risiko der Arbeitslosigkeit:
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die zentrale Institution für den Arbeitsmarkt. Auch sie wies in den Jahren 2024 und 2025 Defizite auf. Dies wird sich voraussichtlich auch für das aktuelle Jahr 2026 sowie das Folgejahr so fortsetzten, so dass bereits Darlehen des Bundes zur Deckung der Defizite vorgesehen sind. Hintergrund sind die schwache Wirtschaftslage sowie zusätzliche Finanzierungsaufgaben. So wird die Förderung der beruflichen Weiterbildung und von Reha-Maßnahmen Beziehende von Grundsicherungsleistungen seit Januar 2025 von der BA getragen, nicht mehr von den Jobcentern. Damit wandern die Kosten vom steuerfinanzierten SGB II in das beitragsfinanzierte System der Arbeitslosenversicherung.
Neu eingestellt auf Sozialpolitik aktuell:
Kürzungen der Bundeszuschüsse, höhere Beiträge? (DRV)
Rentenzahlungen und Altersarmut (BuReg)
IMK Inflationsmonitor August 2026
Job-Turbo hat Arbeitsmarktintegration Geflüchteter deutlich beschleunigt (IAB)
Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung 2026/27 (IMK)
Neuregelungen: Empfehlungen der Ausschüsse zum Wohngeldgesetz
BAföG & Elterngeld: kürzen ja - aber nicht für alle (IAB)
Simulationsrechnungen: Reform von Wohngeld, Kinderzuschlag u. Grundsicherung (IAB)
Klima-Subventionsbericht 2026 (Bertelsmann)
Folgen einer möglichen Abschaffung der Minijobs (BuReg)
Konzept der Rentenkommission hat eine entscheidende Lücke (DIW)
Wer wie lange Arbeitslosengeld bekommt - und was es kostet (IAB)
Kontroversen
Sozialstaat 2025 - was ist gesetzlich neu geregelt worden?
Entwicklungen seit 2015
Als Gesamtveröffentlichung:
Sozialstaat 2025 - was ist gesetzlich neu geregelt worden:Entwicklungen der Sozialpolitik seit 2015


