Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro im Jahr 2022 ließ die Löhne im Niedriglohnsektor zunächst spürbar steigen, der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten ging zurück. Doch dieser Effekt verpuffte bereits 2023: Noch immer arbeitet fast jede fünfte abhängig beschäftigte Person in Deutschland zu Niedriglöhnen. Besonders häufig betroffen sind Minijobber*innen, Jüngere, Geringqualifizierte und befristet Beschäftigte. Gleichzeitig sind Niedriglohnbeschäftigte häufig armutsgefährdet. Fällt ein niedriger Stundenlohn mit einer geringen Wochenarbeitszeit zusammen und das niedrige individuelle Einkommen wird nicht durch einen gut verdienenden Partner ausgeglichen, ist Armut meist vorprogrammiert.
Der IAQ-Report 03/2026 zeigt die Hintergründe, Entwicklungen und politischen Handlungsoptionen im Detail.
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Kontroversen


