Im Bundestag steht eine Debatte über die steuerlich geförderte private Altersvorsorge an. Grundlage ist ein bereits in der Ampel-Koalition unter Ex-Finanzminister Lindner entworfener Gesetzentwurf zur Einführung eines renditeorientierten Altersvorsorgedepots. Welche Wirkung wird von einer reformierten staatlichen Förderung der sog. 3. Säule ausgehen? Wird die Ungleichheit der Einkommensverteilung im Alter zu- oder abnehmen?
Die staatliche Förderung über sog. Riester-Verträge hat sich in den letzten 20 Jahren zumindest deutlich in höhere Einkommensklassen verschoben: Im Jahr 2022 verfügten nur noch 41,6 % der Geförderten über ein Jahreseinkommen bis unter 30.000 Euro. Das ist ein erheblicher Rückgang, denn im Jahr 2002 kamen noch 3 von 4 (73,4 %) Personen aus diesem Einkommensbereich. Spiegelbildlich steigt der Anteil der Besserverdienenden, die von der staatlichen Förderung profitieren, seit Jahren kontinuierlich an: 27,4 % (2022) aller Geförderten verfügen über ein Jahreseinkommen von mehr als 50 Tsd. Euro; im Jahr 2002 kamen nur 6,2 % der geförderten Personen aus diesem Einkommensbereich.
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