Sozialpolitik aktuell in Deutschland

Wer sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, erhält im Alter eine gesetzliche Rente. Die Höhe der Rente hängt dabei - grob gesagt - vom Einkommen ab und wie viele Jahre jemand in die Rentenkasse eingezahlt hat. Weil sich Männer und Frauen in "typischen Erwerbsverläufen" bekanntermaßen unterscheiden, sind auch die Renten unterschiedlich hoch: Frauen beziehen häufiger niedrigere Renten als Männer.

Aber es zeigen sich auch Veränderungen im Zeitverlauf: Betrachtet man die Zugangsrenten, die also in einem Berichtsjahr neu bewilligt bzw. erstmals ausgezahlt wurden, so hat sich der Anteil der westdeutschen Frauen, die 35 und mehr Versicherungsjahre aufweisen, seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Die neuen Rentnerinnen haben also länger gearbeitet bzw. mehr Rentenanwartschaften erworben als frühere Generationen von Rentnerinnen. Bei den Männern im Osten dagegen ist es umgekehrt: Hier nimmt der Anteil der Rentner mit 35 und mehr Versicherungsjahren im Zeitverlauf langsam ab und liegt sogar unterhalb des Werts der ostdeutschen Frauen.

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