Die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen haben ein Rekordniveau erreicht: Anfang 2026 lag der tatsächliche durchschnittliche Zusatzbeitrag schon bei 3,1 % und damit über der Schätzung des Gesundheitsministeriums vom November 2025 mit 2,9 %. Kassen mit ungünstiger Risikostruktur in der Mitgliedschaft erheben mittlerweile einen Zusatzbeitrag von 4,4 %, was zusammen mit dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % einen Beitrag von 19 % für die Krankenversicherung ergibt.
Die Koalitionsregierung hat zur Problemlösung die "Finanzkommission Gesundheit" eingesetzt. Diese soll Ende März 2026 erste Vorschläge unterbreiten, um die Krankenversicherungsbeiträge ab 2027 zu stabilisieren. Der Reformbedarf ist offensichtlich und die Aufgabenstellung hochpolitisch: Wie kann die medizinische Versorgung auf hohem Niveau gesichert werden, wo müssen Abstriche auf der Ausgabenseite gemacht werden, und wie soll die Einnahmebasis verbreitert werden?
Neu eingestellt auf Sozialpolitik aktuell:
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Rente - längere Erwerbstätigkeit - Verteilungswirkungen (Wirtschaftsdienst)
Neuregelung: Leistungsrechtsanpassungsgesetz - Unterrichtung
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Alterssicherung unter Reformdruck: Vertrauen u. Erwartungen (DIFIS)
Gewalterfahrungen innerhalb und außerhalb von (Ex-)Partnerschaften (BMBFSFJ, BMI, BKA)
Sozialstaatskommission: Wohin weist der Bericht? (DIFIS)
Evaluierung der Grundrente (BMAS)
Qualifizieren für die Transformation (HBS)
Der Kooperationsplan in der Praxis (IAB)
Kontroversen


