Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro im Jahr 2022 ließ die Löhne im Niedriglohnsektor zunächst spürbar steigen, der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten ging zurück. Doch dieser Effekt verpuffte bereits 2023: Noch immer arbeitet fast jede fünfte abhängig beschäftigte Person in Deutschland zu Niedriglöhnen.
Besonders häufig betroffen sind Minijobber*innen, Jüngere, Geringqualifizierte und befristet Beschäftigte. Niedriglohnbeschäftigte sind mit 22,6 % wesentlich häufiger armutsgefährdet als alle abhängig Beschäftigten (7,3 %). Fällt ein niedriger Stundenlohn mit einer geringen Wochenarbeitszeit zusammen, besteht ein hohes Armutsrisiko. Insbesondere Minijobs sind daher eine sozial riskante Beschäftigungsform.
Der IAQ-Report 03/2026 zeigt die Hintergründe, Entwicklungen und politischen Handlungsoptionen im Detail.
Neu eingestellt auf Sozialpolitik aktuell:
Teilaktualisierung Infografiken IV. Einkommensteuer: Tarif und Belastungsverlauf
DIe Wahrheit über die Rente (IMK)
Erbschaften fair besteuern (FES)
Riester- u. Rüruprenten: hohe Kosten u. schwache Renditeaussichten (Finanzwende)
(Solo-)Selbstständige (und) Frauen - Sorgen u. Belastungen (WSI)
Pflege - Entwickl. der Sozialhilfequote 2024-35 unter Berücksichtigung aktueller Reformoptionen (DAK)
Neuregelung: Pflege-Mindestlöhne
Mindestlohnbetrug (BuReg)
Neuregelung: Krankenhausreformanpassungsgesetz
Neuregelungen: Neue Grundsicherung (Übersichten)
Frauenerwerbsbeteiligung - Evidenz zum Einfluss finanzieller Anreize (Bertelsmann)
WSI-Mindestlohnbericht 2026 (WSI)
Kontroversen


